Die richtige Nordic Walking Technik - Tipps & Tricks

Nordic Walking ist eine immer beliebter werdende Sportart, die nicht nur die Ausdauer, sondern auch die gesamte Muskulatur trainiert. Neben der aufwandlosen Durchführung bringt sie viele gesundheitliche Vorteile mit sich, kann aber durch Fehler in der Körper-oder Stockhaltung mehr Schaden anrichten als Gutes tun.

Die richtige Oberkörperhaltung

Der Oberkörper sollte gerade gehalten werden, wobei zu beachten ist, dass der Rumpf nicht zu weit nach vorne gebeugt wird. Die Schultern werden unverkrampft hängen gelassen. Es wird empfohlen, den Kopf in einer aufrechten Position zu halten, um Nackenverspannungen vorzubeugen, und damit die gute Aussicht genossen werden kann. Sobald das Nordic Walking beginnt, ist es wichtig, dass die obere Körperhälfte entgegengesetzt zu den Beinen arbeitet, das bedeutet, dass die linke Schulter und Armpartie nach vorne gedreht wird, sobald das rechte Bein in dieselbe Richtung bewegt wird und umgekehrt. Diese diagonale Körperausrichtung unterstützt den natürlichen Bewegungsablauf.

Der Umgang mit den Stöcken

Ein bedeutsamer Faktor beim Nordic Walking ist der Einsatz der Gehstöcke. Diese sollten in ihren Bewegungen den körpereigenen Rhythmus unterstützen, aber nicht dominieren.
Zunächst sollten die Hände durch die Schlaufen geführt werden, um einem Verlust der Stöcke vorzubeugen. Dann führt man sie abwechselnd links und rechts am Körper vorbei, wobei die Stöcke anfangs lose mit den Armbewegungen schwingen. Diese lockere Handhabung wird bei der Rückwärtsbewegung beibehalten, beim Vorwärtsschwingen verstärkt sich der Griff um den Stock. Dabei ist zu beachten, dass dieser mit der ganzen Hand und allen Fingern gleichmäßig umschlossen wird.


 Zwei häufig vorkommende Fehler gilt es zu vermeiden:

  • Der Stock fungiert nicht als Stütze, er sollte also nicht zu tief in den Boden gedrückt werden und nie das ganze Körpergewicht tragen müssen.
  • Außerdem ist es wichtig, die Stöcke nicht zu weit vom Körper entfernt zu halten, es wird geraten, sie kurz hinter dem Fuß aufzusetzen. Zu großer Abstand kann die Einprägung einer falschen Haltung und Rückenschmerzen zur Folge haben.

Die korrekte Fuß- und Beinarbeit

Wie bereits erwähnt, ist die entgegengesetzte Beinarbeit zur Oberkörperbewegung von großer Bedeutung. Arme und Beine sollten in gleichmäßigen, fließenden Bewegungen miteinander agieren, sodass der Taillen- und Hüftbereich den Drehpunkt des Körpers bildet. Dabei ist es essentiell, dass keine der Bewegungen zu schwungvoll oder erzwungen durchgeführt wird, um Muskelzerrungen und Gelenkschäden zu vermeiden.

Es wird geraten, mittelgroße Schritte zu wählen, wobei die Fußspitzen nach vorne zeigen und das Körpergewicht gleichmäßig auf dem ganzen Fuß verteilt ist. Das Bein darf dabei weder nach innen noch nach außen gedreht sein und die Knie sind nicht ganz durchgestreckt, sondern leicht gebeugt. Das ermöglicht einen lockeren, federnden Schritt, der die Gelenke schont. Die Fußarbeit sollte durch ein Abrollen der Fußunterfläche gekennzeichnet sein, zuerst wird die Ferse aufgesetzt, zuletzt die Zehen, und Aufstampfen sollte vermieden werden.


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